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Fragen und Antworten

Typische Fragen und die dazugehörigen Antworten

Die Monatsbeiträge orientieren sich bei freischaffenden Mitgliedern an den jeweiligen Berufseinkünften. Danach sind unter Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze (2018: 6.500 € monatlich bzw. 78.000 € jährlich) derzeit 18,6 % des individuellen Verdienstes als Versorgungsabgaben zu zahlen. Als individueller Verdienst gelten die gesamten Einnahmen aus der Ausübung des Berufs abzüglich der Betriebskosten. Es handelt sich in der Regel um den Betrag, der im Steuerbescheid als erste Position unter „Einkünfte aus selbständiger Arbeit“ ausgewiesen wird.

Sobald Sie sich als angestellt tätiges Mitglied von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht haben befreien lassen, zahlen Sie zum Versorgungswerk denselben Beitrag wie vorher. Derzeit sind dies 18,6 % Ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens. Angestellte, die sich von der Versicherungspflicht bei der Deutschen Rentenversicherung nicht befreien lassen und bei uns parallel zusatzversichert sind, sowie verbeamtete Mitglieder, welche die Mitgliedschaft im Versorgungswerk freiwillig fortsetzen, zahlen den Mindestbeitrag. Dieser beträgt 15 % des jeweiligen Höchstbeitrags der gesetzlichen Rentenversicherung (2018: 181,35 €/mtl.).


Sollten Sie erst am Anfang Ihrer beruflichen Entwicklung stehen, können Sie beantragen, bei Eröffnung Ihres eigenen Büros für das Kalenderjahr der Niederlassung und die drei folgenden Kalenderjahre nur den Mindestbeitrag von derzeit 181,35 €/mtl. zu zahlen.


Nein. Sollten Sie nur sehr geringe oder keine Einkünfte aus Ihrer beruflichen Tätigkeit erzielen, haben Sie die Möglichkeit, die Zahlung der Versorgungsabgaben zu unterbrechen. Sobald Ihr maßgebliches Einkommen aus Architektentätigkeit unter 20 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung liegt (derzeit jährlich 15.600 €), können Sie sich auf Antrag und mit entsprechenden Nachweisen vorübergehend von der Beitragspflicht befreien lassen. Während dieser Zeit erwerben Sie keine weiteren Rentenansprüche. Sobald Ihre Einkünfte über der genannten Grenze liegen, setzt die Beitragspflicht wieder ein und das Versorgungswerk ist hierüber zu informieren. Bei Vorliegen eines besonderen wirtschaftlichen Notstands können Versorgungsabgaben auf Antrag auch ganz oder teilweise vorübergehend gestundet werden.


Nein. Die Beiträge sind regelmäßig bis zum 15. eines jeden Kalendermonats zu entrichten.


Nein. Bei Arbeitslosigkeit haben Sie selbst keine Versorgungsabgaben zu zahlen. Sofern Sie von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit sind, haben Sie bei einem Leistungsanspruch gegenüber der Agentur für Arbeit auch einen Anspruch auf Beitragsübernahme durch die zuständige Agentur für Arbeit.


Ja. Bei Bezug von Krankengeld zahlen die Krankenkassen auf Antrag des Mitglieds die gleichen Beiträge, die auch bei einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zu entrichten wären. Grundlage hierfür ist das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz).

Um eine Beitragsübernahme sicherzustellen, empfehlen wir, die Krankenkassen bereits bei der Beantragung von Krankengeld auf die Mitgliedschaft im Versorgungswerk und die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung hinzuweisen. Die Krankenkasse zahlt nur den Trägeranteil an das Versorgungswerk. Die Zahlung des Versichertenanteils, der Ihnen von der Krankenkasse zusammen mit dem Krankengeld überwiesen wird, müssen Sie selbst vornehmen.


Nein. Eine direkte Übertragung von Beiträgen aus dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem an das Versorgungswerk ist mangels gesetzlicher Grundlage nicht möglich.

Sollten Sie mindestens 60 Monatsbeiträge an die Deutsche Rentenversicherung entrichtet haben, ist eine Beitragserstattung nicht mehr möglich, weil dann die dort erforderliche Wartezeit für einen eigenständigen Rentenanspruch bei der Deutschen Rentenversicherung erfüllt ist. Falls Sie weniger als 60 Monate Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt haben, empfiehlt es sich zu überprüfen, ob gegebenenfalls weitere Beiträge zur Auffüllung der insgesamt erforderlichen Wartezeit von 60 Beitragsmonaten geleistet werden sollten, um somit Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwerben.

Andernfalls besteht die Möglichkeit, sich die entrichteten Beiträge in Höhe der geleisteten Arbeitnehmeranteile (50 % der Gesamtbeitragszahlung) erstatten zu lassen. Die erstatteten Beiträge können dann als freiwillige Sonderleistung im Rahmen der zulässigen Höchstabgabe beim Versorgungswerk eingezahlt werden, um somit die spätere Rente zu verbessern.


Ja. Sie können den individuellen Beitrag freiwillig auf bis 2.418 €/mtl. oder 29.016 € im Jahr erhöhen. Ein höherer Beitrag führt auch zu einer höheren Rente und zu einem erhöhten Schutz für vorzeitige Versorgungsfälle (Berufsunfähigkeit oder Tod). Eine freiwillige Zahlung ist jederzeit möglich.


Ihre Beitragspflicht beginnt grundsätzlich mit der Aufnahme der Mitgliedschaft im Versorgungswerk und endet mit dem Ausscheiden aus dem Versorgungswerk bzw. dem Eintritt eines Versorgungsfalls.


Nein. Solange Sie in Deutschland keine Einkünfte erzielen, sind Sie auch nicht zur Zahlung von Versorgungsabgaben verpflichtet. Allerdings wird Ihnen für diese beitragslose Zeit dann auch keine Steigerungszahl angerechnet, d.h., Sie erwerben keine zusätzlichen Rentenanwartschaften.


Angestellte in Schleswig-Holstein sind keine Pflichtmitglieder der Architektenkammer. Durch diese Besonderheit wird eine der Befreiungsvoraussetzungen in § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI nicht erfüllt. Damit ist eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht bei einer berufsspezifischen Tätigkeit in diesem Bundesland nicht möglich. Die Beiträge aus dem Angestelltenverhältnis sind an die Deutsche Rentenversicherung zu entrichten.


Seit dem 1. Januar 2005 unterliegen Renten der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Während die Beiträge für den Aufbau der Altersversorgung nach einer Übergangszeit bis zum Jahr 2025 steuerfrei werden, müssen die Renteneinkünfte später voll versteuert werden.

Durch diese Übergangsregelung könnte es zu einer Doppelbesteuerung kommen. Die Prüfung dieses Sachverhaltes kann erst beim späteren Rentenbezug vorgenommen werden und ist durch den Rentenempfänger nachzuweisen.

Hinweis

Es empfiehlt sich daher, sämtliche Unterlagen aufzubewahren, durch die eine doppelte Besteuerung nachgewiesen werden kann, wie beispielsweise Einkommenssteuerbescheide und Beitragsnachweise.

Um genauere Auskünfte zu erhalten, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Steuerberater, dem Lohnsteuerhilfeverein oder Ihrer Finanzbehörde in Verbindung. Das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW darf aus rechtlichen Gründen keine Steuerberatung ausüben.


Ja. Die Beiträge – einschließlich der von Ihnen geleisteten Mehrzahlung – können Sie bei der Einkommensteuer im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenze als steuermindernde Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen) geltend machen.


Nein. Sie erhalten jährlich (in der Regel im Februar) eine Information über die geleisteten Versorgungsabgaben. Dieser Nachweis kann auch zur Vorlage beim Finanzamt dienen.


Nein. Eine Beitragserstattung ist nicht möglich. Mit Erreichen des Rentenbezugsalters wird eine lebenslange Altersrente gewährleistet.


Nein. Freiwillige Mitglieder leisten Versorgungsabgaben wie Pflichtmitglieder. Die Beitragshöhe ist in den §§ 20 ff. der Satzung geregelt.


Nein. Freiwillige Beiträge können nur in dem Jahr berücksichtigt werden, in dem sie bei uns eingehen.