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Fragen und Antworten

Typische Fragen und die dazugehörigen Antworten

Nein. Die Änderung Ihrer persönlichen Daten ist nur schriftlich und mit Ihrer Unterschrift möglich.


Alle Krisen – zuletzt der Zusammenbruch des Neuen Marktes im Jahr 2002 und die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 – wurden vom Versorgungswerk erfolgreich bewältigt. Verluste durch den Ausfall von getätigten Investitionen konnten in all den Jahren des Bestehens vermieden werden. Das Versorgungswerk besitzt  dank der gesetzlichen und der durch die von den Gremien festgelegten und der Aufsichtsbehörde bestätigten Regeln eine auf Stabilität und Sicherheit ausgerichtete Struktur, die sich bislang sehr erfolgreich bewährt hat. Dies und die aus den getätigten Anlagen erzielten Renditen sichern die Renten von heute und morgen.


Das Versorgungswerk arbeitet – anders als kommerzielle Versicherungsgesellschaften – ohne Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Werbemaßnahmen und Provisionszahlungen. Dies führt unter anderem dazu, dass der Verwaltungskostensatz weit unter 1 % liegt. Von 100 € Beitrag werden also weniger als 1 € für die Verwaltung benötigt. Minimale Verwaltungskosten haben zur Folge, dass die eingezahlten Beiträge im Versorgungswerk fast ohne Kostenabzug der Kapitalanlage zur Verfügung stehen und auf diese Weise eine hohe Rentenleistung ermöglichen.


Mit der staatlich geförderten privaten Zusatzversorgung sollen die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung ergänzt werden, da im Laufe der kommenden Jahre von einem verminderten Rentenniveau auszugehen ist. Aus diesem Grund erhalten auch nur jene Personen eine staatliche Förderung zur privaten Zusatzvorsorge, die der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen. Damit haben selbständig tätige Mitglieder und angestellte Mitglieder, die sich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht zugunsten des Versorgungswerks haben befreien lassen, keinen eigenständigen Anspruch auf Förderung. Im Gesetzgebungsverfahren wurde aber betont, dass die Mitglieder der Versorgungswerke nicht in vergleichbarer Weise wie die Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen sind. Bei gleichen Beiträgen sind die Rentenleistungen der Versorgungswerke erheblich höher.

Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor Abschluss einer zusätzlichen Anlageform oder Absicherung fundiert und eingehend beraten zu lassen. Prüfen Sie dabei, ob die von Ihnen gewählte Anlageform eine adäquate Lösung darstellt. Bitte achten Sie bei Ihren Abwägungen auch darauf, ob und zu welchen Bedingungen die von Ihnen möglicherweise zusätzliche gewählte Anlageform Leistungen wie Hinterbliebenenversorgungen und Berufsunfähigkeitsrente einschließt.

Wenn Sie ergänzend für Ihr Alter vorsorgen wollen, können Sie auch zusätzliche Beiträge beim Versorgungswerk einzahlen. So bewirkt ein laufender doppelter Beitrag auch eine doppelte Rente. Sowohl im Alter, als auch bei Berufsunfähigkeit erhalten Sie mehr Geld. Und auch im Falle des Todes sind die Hinterbliebenenversorgungen für die Angehörigen höher. Zudem genießen zusätzliche freiwillige Beiträge an das Versorgungswerk die gleiche steuerliche Förderung wie Beiträge an einen privaten Versicherer.


Nein. Die Direktversicherung ist im Bereich der Lebensversicherung (3. Säule der Altersvorsorge) angesiedelt, die zugunsten des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber abgeschlossen wird. Beitragszahler ist also das Unternehmen, Versicherter und Begünstigter ist der Arbeitnehmer. Eine Direktversicherung kann bei einem privaten Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden, nicht aber beim Versorgungswerk.


Nein. Kindererziehungszeiten werden vom Versorgungswerk nicht rentenwirksam angerechnet. Das sind gesetzliche Leistungen, die über die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) gewährt werden. Die Zeiten sollten Sie daher bei der DRV anmelden. Dort bestehen bei einer Mindestversicherungszeit von 60 Beitragsmonaten Rentenanwartschaften. Pro Kind werden bei der Deutschen Rentenversicherung derzeit drei Jahre als Erziehungszeit für Kinder, die nach 1991 geboren wurden, berücksichtigt. Für früher geborene Kinder wird jeweils ein Jahr berücksichtigt. Kindererziehungszeiten gelten als Beitragszeiten.


Nein. Die Befreiungsregelung nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI ist tätigkeitsbezogen, d. h. die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht ist auf die jeweilige berufsspezifische Beschäftigung oder Tätigkeit beschränkt. Eine Ausnahme wird lediglich für solche berufsfremde Tätigkeiten zugelassen, die vorübergehend ausgeübt werden. Danach erstreckt sich die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht auch auf andere versicherungspflichtige Tätigkeiten, wenn diese in Folge ihrer Eigenart oder vertraglich im Voraus für maximal zwei Jahre zeitlich begrenzt sind. Damit gilt: Sollten Sie nach einem Wechsel in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis nicht mehr als Architekt(-in) / Ingenieur(-in) tätig sein, sind die Rentenversicherungsbeiträge aus diesem Beschäftigungsverhältnis wieder an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen.


Nein. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten des Versorgungswerks ist für Mitglieder der Ingenieurkammer-Bau NRW leider nicht möglich. Sie können sich aber beim Versorgungswerk eine Zusatzversorgung ergänzend zu den Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufbauen und somit die vom Gesetzgeber empfohlene zusätzliche Vorsorge positiv gestalten.


Nein. Die Rentenanwartschaft – d. h. das zurzeit im Verhältnis zur Versorgungseinrichtung bestehende Recht – ist ein unveräußerliches Recht und damit, ebenso wie die geleisteten Beiträge, unpfändbar.