xs
sm
lg
Zum Inhalt springen Zur Navigation springen

Rentner

Anwartschaftsinformationen

Anfang Februar eines Jahres erhalten Sie vom Versorgungswerk eine Mitteilung nach § 29 der Satzung (Kontoauszug). Diese Mitteilung dokumentiert einerseits Ihre im Jahr zuvor entrichteten Versorgungsabgaben und andererseits Ihre zum 1. Januar eines Jahres erworbenen Rentenanwartschaften sowie eine hochgerechnete voraussichtliche Altersrente mit Erreichen der Regelaltersgrenze.


Rentenanspruch

Satzungsgemäß (§ 10 Abs. 1) haben die Mitglieder des Versorgungswerks mit Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf lebenslange Altersrente. Die Regelaltersgrenze liegt für Geburtsjahrgänge bis 1955 bei 65 Jahren. Bei Mitgliedern, die im Zeitraum 1956 bis 1967 geboren sind, verschiebt sich der Beginn des regulären Renteneintrittsalters stufenweise um jeweils einen Monat pro Geburtshalbjahr. Versicherte mit einem Geburtsdatum ab dem zweiten Halbjahr 1967 haben eine Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Die Renten von Mitgliedern, die nach 1968 geboren worden sind, werden mit einem moderaten Abschlag in Höhe von rund 0,2 % pro Geburtsjahr versehen, der den Anstieg der Lebensdauer – und den damit verbundenen längeren Bezug von Versorgungsleistungen – versicherungsmathematisch ausgleicht.

Der Zahlungsanspruch beginnt mit dem Monat, in dem das Rentenbezugsalter erfüllt ist und endet mit dem Monat, in dem das Mitglied stirbt. Nach dem Tod eines Mitglieds, das verheiratet bzw. mit einem Partner oder einer Partnerin in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft verbunden war, erhält der (Ehe-)Partner eine Witwen- bzw. Witwerrente in Höhe von bis zu 60 % der zuvor gezahlten Altersrente. Wurde die Ehe nach Beginn der Altersrente geschlossen, besteht ein Anspruch auf Witwen- bzw. Witwerrente nur dann, wenn die Ehe mindestens drei Jahre bestanden hat.

Die Altersrente kann bis zu fünf Jahren vor der individuellen Regelaltersgrenze jederzeit in Anspruch genommen werden. Die Zahlung der vorgezogenen Altersrente beginnt mit dem Monat, der auf den Eingang des Rentenantrags folgt, wobei sich die bis zum Rentenbeginn erworbene Rentenanwartschaft um einen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechneten Abschlag vermindert. Der Abschlag liegt derzeit bei Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersrente in einer Bandbreite zwischen 4,98 % und 22,04 % (Stand 1.1.2017).

Zwischen diesen Abschlagsätzen wird interpoliert, sofern die Zahlung der vorgezogenen Altersrente zu einem anderen Zeitpunkt beantragt wird. Detailauskünfte zur individuellen Höhe des Abschlags geben Ihnen gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Versorgungswerks. Der Abschlag wird von der bis zum Rentenbeginn tatsächlich erworbenen Rentenanwartschaft errechnet. Der Abschlag gilt für die gesamte Dauer des Rentenbezugs und entfällt nicht mit Erreichen der Regelaltersgrenze.

Der Bezug der Altersrente kann auch – über die Regelaltersgrenze hinaus – bis zu maximal drei Jahren aufgeschoben werden. In diesem Fall erhöht sich die Rentenanwartschaft um einen versicherungsmathematischen Zuschlag. Dieser Zuschlag beträgt bei einem Rentenverzicht von einem Jahr 4,56 %, bei zwei Jahren 9,12 % und bei drei Jahren 13,68 %.

Eine anerkannte Schwerbehinderung hat bei Bezug der vorgezogenen Altersrente keine begünstigende Auswirkung. Bei Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersrente muss die berufliche Tätigkeit weder eingestellt noch eingeschränkt werden. Eine Einkommensanrechnung erfolgt nicht.

Während des Rentenverzichts bestehen die Rechte und Pflichten eines freiwilligen Mitglieds. Der Rentenverzicht ist zwei Monate vor Entstehung des Rentenanspruchs (Erreichen der satzungsgemäßen Regelaltersgrenze) für einen in Monaten angegebenen Zeitraum schriftlich zu erklären. Die Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden.


Rentenbezug

Das Versorgungswerk gewährt die Versorgungsbezüge / Renten grundsätzlich brutto für netto, d. h. ohne Abzug. Sollten Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung (z. B. AOK, Ersatzkasse, Innungskrankenkasse, Betriebskrankenkasse) sein, ist der Bezug einer Rente aus dem Versorgungswerk der zuständigen Krankenkasse zu melden. Die Krankenkasse entscheidet dann, ob das Versorgungswerk den Krankenkassenbeitrag abzuführen hat oder Sie Ihre Krankenkassenbeiträge selbst zahlen. Das Versorgungswerk gewährt satzungsgemäß keinen Zuschuß zur Kranken- und Pflegeversicherung. Gemäß § 250 SGB V sind die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von den Rentenempfängern berufsständischer Versorgungseinrichtungen allein zu tragen.

Alle gesetzlichen und vergleichbaren Renten unterliegen seit dem 1. Januar 2005 der nachgelagerten Besteuerung. Die Versorgungsleistungen des Versorgungswerks der AK NRW gelten gegenüber den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherungen als vergleichbare Renten. Somit unterliegen die Versorgungsleistungen ab 2005 ebenfalls der nachgelagerten Besteuerung.

Sollten Sie weitere Fragen zum Bezug der Altersrente haben, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Versorgungswerks gerne zur Verfügung.